Produktionsworkshops

Fotografische Eindrücke vom ersten Produktionsworkshop in Berlin am 11. und 12 Oktober 2021.

Eine Zusammenführung von zeitgenössischen Autor*innen einerseits und den Musiker*innen des SprachKunstTrios sprechbohrer andererseits mit ihren jeweiligen fachlichen Bedarfen erfordert einen intensiven Austausch. Für die Autor*innen bedeutet die Trennung von Urheberschaft und öffentlicher Präsentation eine massive und grundlegende Veränderung ihrer künstlerischen Rolle, die viel Vertrauen gegenüber den musikalischen Interpret*innen erfordert. Für die Musiker*innen besteht die Herausforderung vor allem in der präzisen Notation und betrifft damit ein Metier, in dem Autor*innen im Gegensatz zu Komponist*innen nicht geschult sind. Die Überführung einer sprachlich-literarischen Idee eines Autors in eine verbindliche Notation, die Musik-Interpret*innen als verlässliche Grundlage dient, erfordert daher eine intensive persönliche interdisziplinäre Zusammenarbeit von Autor*in und Musiker*in, die ästhetische Fragen gleichermaßen wie technisch-handwerkliche Erfordernisse behandelt. Dies geschieht in drei ausführlichen Workshops, die neben dem technischen Wissenstransfer auch ausreichend Zeit für die persönliche Zusammenarbeit an den einzelnen Stücken lassen.

Fotografische Eindrücke vom ersten Produktionsworkshop in Berlin am 11. und 12 Oktober 2021 – (c) Natalia Reich: